Mobilitäts-Aus für unsere Kinder: Linke & Piraten sagen NEIN zum Ticket-Wucher!
Das 9€-Ticket für Schülerinnen und Schüler war ein voller Erfolg – doch statt diesen Weg konsequent weiterzugehen, setzt die aktuelle Politik im Kreis den Rotstift wiedermal zuerst bei Kindern und Jugendlichen an. Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN im Kreistag hat daher die geplanten Preiserhöhungen beim Schülerticket geschlossen abgelehnt.
Das Erfolgsprojekt 9€-Ticket wird mutwillig zerstört. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Mit Einführung des 9€-Tickets verdoppelten sich die Nutzerzahlen nahezu auf fast 13.000. Das Ticket war ein Befreiungsschlag für Familien – es ermöglichte unkomplizierte Klassenfahrten, Schulausflüge und vor allem Mobilität in der Freizeit, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Es war ein Stück echte gesellschaftliche Teilhabe.
Bereits im letzten Jahr wurde dieses Angebot massiv eingeschränkt und der Preis verdoppelt. Die angebotene „Ausweichoption“ der Wabentickets erweist sich als soziale Mogelpackung. „Diese Wabentickets sind für viele Familien keine echte Option“, kritisiert die Die Linke. „Einschränkungen treffen hier genau die Kinder und Jugendlichen, für die gesellschaftliche Teilhabe ohnehin schon mit hohen Hürden verbunden ist. „Zum Jugendclub im Nachbarort oder in die Bibliothek können dann oft nur die fahren, die ein Deutschlandticket haben.“ Besonders hart trifft es Schülerinnen und Schüler im Nordkreis und Jugendliche, deren ursprünglicher Schulwunsch gar nicht erfüllt werden konnte. Wer einen langen Schulweg hat, wird nun doppelt bestraft.
Das Resultat der bisherigen Kürzungen ist bereits jetzt sichtbar: Rund 1.200 Schülertickets weniger wurden verkauft, ein Drittel der verbliebenen Nutzer muss sich mit den eingeschränkten Wabentickets begnügen. Die Mobilität unserer Jugend wurde aktiv ausgebremst.
Jetzt aber kommt es richtig Dicke für viele Familien: Statt zur Vernunft und zum 9€-Ticket zurückzukehren, soll nun noch eins draufgesetzt werden. Der Preis soll sich erneut mehr als verdoppeln. Schlimmer noch: Alle zukünftigen Preiserhöhungen sollen direkt auf die Eltern abgewälzt werden, und im nächsten Jahr wird der Juli zum Vollpreis abgerechnet. Für Familien mit drei Kindern kommen beispielsweise Kosten von deutlich über 1000 Euro im Jahr zu.
„Das ist soziale Kälte in Reinform“, so die Linken. „Wieder einmal sollen Familien, Kinder und Jugendliche für verschleppte Investitionen und die katastrophale Politik im Bund gerade stehen.SPD und CDU setzen den sozialen Kahlschlag von Merz und Klingbeil auch hier im Landkreis gnadenlos durch. Nur Die Linke ist an der Stelle klar: Mobilität darf kein Luxusgut werden!“
Für DIE LINKE & PIRATEN ist klar: Diese grundfalsche Politik wird nicht mitgetragen. Um Mobilität und die soziale Teilhabe im Kreis zu sichern, braucht es eine Rückkehr zum Erfolgsmodell des 9€-Tickets statt einer Preisspirale nach oben. Ganz deutlich votierte Die Linke gestern im Kreistag daher mit NEIN!


