Die Linke Oberhavel zum 8. Mai – „Nie wieder ist jetzt“
Anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus erinnert Die Linke Oberhavel an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus und mahnt angesichts des zunehmenden Rechtsextremismus in Europa zu entschlossenem gesellschaftlichem Widerstand.
Die Kreisvorsitzende von Die Linke Oberhavel, Andrea Löwe, erklärt:
„Der 8. Mai 1945 ist ein Tag der Befreiung. Europa wurde vom Faschismus, von Krieg, Terror und industriellem Massenmord befreit. Wir erinnern an die sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden, an die Hunderttausenden ermordeten Sinti und Roma, an politische Gegnerinnen und Gegner, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen sowie an die Millionen Opfer des Vernichtungskrieges gegen die Völker der Sowjetunion.“
Besonders die Sowjetunion habe mit rund 27 Millionen Toten den höchsten Blutzoll des Zweiten Weltkrieges getragen. Die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus sei ohne die Opfer der Roten Armee und der sowjetischen Bevölkerung nicht denkbar gewesen.
Die Linke Oberhavel warnt zugleich vor dem Wiedererstarken faschistischer und extrem rechter Kräfte in Europa und Deutschland.
Andrea Löwe erklärt weiter:
„Es erschüttert, dass heute wieder eine gesichert rechtsextreme Partei in Parlamenten sitzt, demokratische Institutionen angreift und versucht, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu relativieren. Gleichzeitig erleben wir europaweit einen gefährlichen Aufstieg nationalistischer und autoritärer Kräfte. Gerade deshalb darf Erinnerung nicht folgenlos bleiben.“
Die Linke Oberhavel ruft dazu auf, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und jeder Form von Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.
Im Landkreis Oberhavel finden rund um den 8. Mai mehrere Gedenkveranstaltungen statt, darunter:
- 10 Uhr Ehrenfriedhof in Schönermark
- 10 Uhr Sowjetisches Ehrenmahl in Fürstenberg
- 10 Uhr Friedhof in Zühlsdorf
- 17 Uhr sowjetischen Ehrenmal Rathenaupark Hennigsdorf
- 17 Uhr sowjetischen Ehrenmal in der Bernauer Straße in Oranienburg
- 17.30 Uhr sowjetischen Ehrenmal Clara-Zetkin-Straße Birkenwerder
Abschließend betont Andrea Löwe:
„Nie wieder ist kein Satz für Gedenktafeln allein. Nie wieder ist ein Auftrag an uns alle, Demokratie zu verteidigen und jeder Form des Faschismus entschlossen entgegenzutreten.“


