Soziale Beratung muss bestehen bleiben

Christin Willnat sammelt klaren Auftrag aus Oberhavel für Berlin

Bild zeigt das Team des Märkischen Sozialvereins
Team des Märkischen Sozialvereins (c) Büro MdB Willnat

Die Bundestagsabgeordnete Frau Christin Willnat (Die Linke) war am 9. Dezember zu ihrem Wahlkreistag in Oberhavel unterwegs. Ihr Schwerpunkt waren soziale Einrichtungen.

Erste Station war der Märkische Sozialverein (MSV), wo sich Frau Willnat über die Schuldner und die Insolvenzberatung informierte. Fachbereichsleiter André Schulz und Ralf Cufal schilderten zentrale Probleme wie niedrige Fallpauschalen, nicht sachgerechte Regelungen für zusammengefasste Gläubigerfälle, etwa bei Diensten nach dem Prinzip „Kaufe jetzt, zahle später“, sowie den Bedarf an breiter Präventionsarbeit bereits im Kindesalter.

Ein weiterer Themenschwerpunkt war die komplexe Abwicklung von EU-Fördermitteln über die ILB Brandenburg. Die Verfahren müssten dringend vereinfacht und digitalisiert werden, um unnötigen Verwaltungsaufwand zu vermeiden. Geschäftsführerin Frau Wolf lobte die gute Zusammenarbeit mit Landkreis, Städten und Gemeinden, merkte jedoch den hohen Aufwand durch 16 verschiedene kommunale Abrechnungen an.

Auch Frauenhaus und Sozialleistungsberatung kamen zur Sprache.

Für beide Themen plant Frau Willnat separate Gespräche.

Oberhavel_1 Im anschließenden Austausch mit Landrat Alexander Tönnies nahm sie den Wunsch nach Umsetzung des Kreistagsbeschlusses von 2023 zur Einrichtung einer unabhängigen Sozialleistungsberatung erneut auf. Ein Folgetermin zur Finanzierung der Schuldner- und Insolvenzberatung wurde vereinbart.

Beim Arbeitslosenservice Oranienburg informierte sich Frau Willnat über die Tafelausgabe und würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen:

„Ohne diese fleißigen Menschen, die den Laden am Laufen halten, würden solche sozialen Einrichtungen nicht funktionieren.“

Der Stadtverband der Linken Oranienburg verteilte dort wie jedes Jahr warme Getränke und Gebäck. Zudem wurden am Ehrenamtstag gebastelte Weihnachtspräsente an Ehrenamtliche und MAE-Kräfte übergeben.

Die Vorsitzende der Oranienburger Linken, Tanja Manthey-Gutenberger, ergänzte: Tafel2-e1766072692157-400x400

„Wir kommen immer wieder gern zur Tafel und unterstützen die Arbeit. Doch es ist beschämend, dass solche Einrichtungen in einem reichen Land wie Deutschland immer dringender werden. Umso wichtiger ist es, dass Die Linke im Bundestag den Kürzungsplänen bei den Ärmsten etwas entgegensetzt.“