Die Linke strampelt für den Frieden
Am 1. September, dem Weltfriedenstag, radelt die Linke Oberhavel durch Oranienburg. Start ist um 16:30 Uhr am Bahnhof. Die Route führt am Sowjetischen Ehrenmal und an der Gedenktafel des ersten Konzentrationslagers in Oranienburg vorbei. Gegen 17:30 Uhr findet die Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz statt. Wer nicht radeln möchte, ist zur Kundgebung herzlich willkommen.
Andrea Löwe, Kreisvorsitzende der Linken Oberhavel, erklärt: „Frieden entsteht nicht dadurch, dass immer mehr Waffen produziert und gekauft werden. Wir brauchen mehr politische Lösungen, Verhandlungen und eine starke internationale Zusammenarbeit.“
Während die Bundesregierung die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben weitgehend geöffnet hat, werden bei Bildung, sozialen Leistungen und Entwicklungszusammenarbeit die Mittel gekürzt. Der deutsche Entwicklungshaushalt lag 2025 bei rund 26 Milliarden Euro. Das sind 5 Milliarden Euro weniger als noch im Vorjahr.
Christin Willnat, MdB, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, macht deutlich, was echte Friedenspolitik bedeutet.
„Wir brauchen eine starke Außenpolitik, die Diplomatie, Verhandlungen und zivile Konfliktlösung in den Mittelpunkt stellt. Dazu gehört selbstverständlich eine Entwicklungspolitik, die Hunger bekämpft, Lebensperspektiven schafft und Menschen ermöglicht, in ihrer Heimat sicher und würdevoll zu leben.“
Die Welthungerhilfe warnt weltweit vor den Folgen von Kürzungen für Hungerbekämpfung und Gesundheitsversorgung. Die Linke fordert einen Kurswechsel: Mehr Fokus auf Diplomatie und zivile Konfliktlösung statt neuer Milliarden in Aufrüstung.
Sicherheit bedeutet soziale Sicherheit, funktionierende Infrastruktur, Ernährungssicherheit, Klimaschutz und eine ausgebaute internationale Zusammenarbeit. Die Prioritäten müssen endlich richtig gesetzt werden. Und das bedeutet weniger Geld für Aufrüstung und mehr Investitionen in eine friedliche und soziale Zukunft.
Die Friedensfahrt im Überblick
- Dienstag, 01.09.2026
- Start: 16:30 Uhr am Bahnhof Oranienburg
- 1. Zwischenstopp am Sowjetischen Ehrenmal
- 2. Zwischenstopp an der Gedenktafel des ersten Konzentrationslagers in Oranienburg
- ca. 17:30 Uhr: Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz
Im Anschluss an die Kundgebung lädt die Linke zum gemeinsamen Friedensliedersingen bei Bratwurst und Kaltgetränken in den Linkstreff, Bernauer Straße 71, Oranienburg, ein.

