Gemeinsam am 1. Mai auf die Straße für soziale Gerechtigkeit

Am 1. Mai gingen auch in Hennigsdorf zahlreiche Menschen auf die Straße, um gemeinsam mit Beschäftigten und Gewerkschaften in ganz Deutschland für bessere Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit zu demonstrieren. An der Kundgebung in Hennigsdorf beteiligten sich allerdings nur knapp 200 Aktivistinnen und Aktivisten.

Die Gewerkschaften hatten den 1. Mai in diesem Jahr unter die Parole „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ gestellt. Auch für Die Linke stand dabei die soziale Frage im Mittelpunkt. Für uns standen die steigenden Lebenshaltungskosten und die Sorge vor weiteren sozialen Einschnitten im Mittelpunkt. Viele Menschen erleben derzeit, dass Mieten, Lebensmittel, Energie und Mobilität immer teurer werden, während gleichzeitig über Kürzungen im Sozialstaat diskutiert wird.

Der Kreistagsabgeordnete Ralf Wunderlich machte auf der Kundgebung deutlich, dass die Verteidigung des Acht-Stunden-Tages, wie von der Gewerkschaft bei der Demo gefordert, wichtig bleibe. Gleichzeitig dürfe die Debatte aber nicht dort stehen bleiben. Die zentrale Forderung müsse weiterhin eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich sein.

Unsere Forderung ist die 35-Stunden-Woche. Hinter dieser Forderung sollten wir nicht zurückgehen“, erklärte Wunderlich.

Die Demonstrierenden machten deutlich, dass soziale Sicherheit keine Wohltätigkeit sei, sondern von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über Jahrzehnte erkämpft und finanziert wurde. Kritik gab es insbesondere an den politischen Plänen der Bundesregierung, die aus Sicht vieler Teilnehmender zu Lasten von Beschäftigten, Rentnerinnen und Rentnern sowie Familien gehen würden.

Gefordert wurden stattdessen höhere Belastungen für große Vermögen und Konzerne sowie eine gerechtere Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Viele Redebeiträge betonten, dass diejenigen, die täglich arbeiten und das Land am Laufen halten, entlastet werden müssten, statt immer neue finanzielle Lasten tragen zu müssen.

Die Kundgebung in Hennigsdorf machte deutlich, dass der Kampf für gute Arbeit, faire Löhne und ein bezahlbares Leben für viele Menschen weiterhin ein zentrales gesellschaftliches Thema bleibt, nicht nur am 1. Mai, sondern an jedem Tag des Jahres.