1. Mai 2026 – Dein Leben wird weiter ausgepresst

Während weltweit Millionen Menschen am 1. Mai für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen, verschärft sich die Lage auch in Deutschland dramatisch. Inflation, steigende Mieten und hohe Lebensmittelpreise fressen Löhne auf, und die Bundesregierung liefert keine Antworten, sondern erhöht den Druck weiter.

Die Bundestagsabgeordnete und verbraucherschutzpolitische Sprecherin Christin Willnat (Die Linke) kritisiert die Entwicklung scharf:

„Arbeiten, schuften, funktionieren und am Ende reicht es trotzdem nicht zum Leben. Das ist für viele längst Realität.“

International zeigt sich das gleiche Bild. Weltweit kämpfen Beschäftigte gegen Reallohnverluste, unsichere Jobs und Sozialabbau. Streiks nehmen zu, weil immer mehr Menschen merken, dass dieses System nicht mehr zum Leben reicht.

Auch in Deutschland wächst der Druck. Immer mehr Menschen arbeiten Vollzeit, kommen trotzdem kaum über den Monat und Konzerne machen weiter unbehelligt Rekordgewinne.

„Es ist doch so: Die arbeitende Bevölkerung zahlt die Krise und die Lobbyfreund*innen von Merz und Reiche stopfen sich die Taschen voll. Für mich ist das organisierte Umverteilung nach oben.“

Betroffen sind mittlerweile Beschäftigte in allen Branchen. Genau die Menschen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten, werden mit weniger Lohn, steigenden Kosten und wachsender Unsicherheit allein gelassen.

Hinzu kommen massive Einschnitte im Schulwesen, im Gesundheits- und Pflegebereich, bei der Rente sowie bei Arbeitnehmer*innenrechten. Bildung wird kaputtgespart, Arztbesuche werden unbezahlbar, die Rente faktisch entwertet und Schutzrechte für Beschäftigte werden erst aufgeweicht, um sie anschließend abzuschaffen. Das sind grundlegende politische Weichenstellungen, die immer mehr Menschen in die Armut treiben.

Deshalb sind alle Bürger*innen eingeladen, gemeinsam auf die Straße zu gehen und ein Zeichen zu setzen. Die 1.-Mai-Demonstration startet um 10.30 Uhr am Postplatz in Hennigsdorf verläuft anschließend durch die Innenstadt, und danach findet die Kundgebung vor dem Rathaus statt.

Willnat fordert klare Konsequenzen: deutlich höhere Löhne, eine starke Tarifbindung und den konsequenten Schutz von Arbeitnehmer*innenrechten. Gleichzeitig braucht es wirksame Preisregulierungen bei Energie und Lebensmitteln, damit das Leben für die Menschen wieder bezahlbar wird. Finanziert werden muss das durch eine gerechte Politik, die Übergewinne besteuert, die Vermögenssteuer reaktiviert und gezielt in Bildung investiert.

„Arbeit und Rente reichen nicht mehr zum Leben aus. Diese großen Armutsreformen sind ein Frontalangriff auf die gesamte Bevölkerung. Deshalb, heraus zum 1. Mai!“